Geschichte

Raffaello Venturini, der den Spitznamen Fellone trägt, ist eine historische Persönlichkeit des Ortes Borgo San Lorenzo, den es nicht mehr gibt, und der Großvater mütterlicherseits von Gherardo Gherardi, dem Gründer des Unternehmens GG Macchine.
Raffaello, der - wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts üblich - bereits in sehr jungen Jahren zu arbeiten begann, wurde nicht wie viele seiner Altersgenossen Teilpächter, sondern entschloss sich dazu, das SCHMIEDEHANDWERK zu erlernen.
Nach einigen Jahren gründete er sein eigenes Unternehmen und arbeitete für die Landwirtschaftsbetriebe aus der Gegend.
In den 30er-Jahren war er der einzige Schmied in der italienischen Landschaft Mugello, der ein Elektrodenschweißgerät besaß.
Raffaello grub dieses Schweißgerät während der Besetzung im Rahmen des Zweiten Weltkriegs ein, um es zu verstecken und eine Konfiszierung zu vermeiden.
Das Schweißgerät ist noch heute im Familienbetrieb vorzufinden.

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg spezialisierte sich Raffaello auf die Wiederherstellung von Lastkraftwagen, die von amerikanischen Alliierten als Transportmittel zurückgelassen wurden. In den 50er-Jahren war er der erste Schmied der Landschaft Mugello, der das Schweißverfahren MIG (Schweißen mit elektrischem Lichtbogen, die heutzutage am weitesten verbreitete Art, um Eisen zu verschweißen) einsetzte, während alle anderen lokalen Unternehmen noch lange das Elektroden-Schweißverfahren nutzten.

Gherardo begann am Anfang der 70er-Jahre ebenfalls im Familienbetrieb zu arbeiten, nachdem er einige Jahre lang als Angestellter in verschiedenen Mechanikerbetrieben der Region tätig gewesen war. Nach wenigen Jahren gründete er dann im Jahr 1974 das Unternehmen Gherardo Gherardi (ein Einmann-Handwerksbetrieb) und löste sich so endgültig vom Familienunternehmen los, das zuerst von seinem Onkel Giuseppe und anschließend von dessen Söhnen fortgeführt wurde und bis heute besteht.

  • Während der ersten Geschäftsjahre spezialisierte sich Gherardo auf die Errichtung vorgefertigter Hallen aus Stahl, die in unseren Breitengraden besonders weit verbreitet sind, da das Gebiet besonders erdbebengefährdet ist.

  • Aber bereits während der 70er-Jahre wurden im Unternehmen in Zusammenarbeit mit einem im Bereich Herstellung von Maschinen zur Produktion von Fliesen weltmarktführenden Unternehmen aus Florenz für Drittpersonen Industriemaschinen hergestellt.

  • Im Jahr 1985 errichtete Gherardo seine eigene Farbrikshalle (in der das Unternehmen GG Macchine Srl bis heute untergebracht ist). Dank der zuvor gesammelten Erfahrung stellte er dafür die gesamte Konstruktion selbst von Hand aus Stahl her.

  • Das Unternehmen spezialisierte sich im Bereich Herstellung von Konstruktionen von mittlerer und großer Größe aus Eisen und Edelstahl für führende Firmen diverser Sektoren: Pharmazie, Textilindustrie, Kartonagen, Papier, Verpackung und viele andere mehr.

  • Im Jahr 1992 stieg auch Tiziano Gherardi in das Unternehmen ein, nachdem er seine Ausbildung zum Mechanikermeister am Institut Chino Chini in Borgo San Lorenzo absolviert hatte.

  • Die Tätigkeit im Bereich Stahlkonstruktionen wurde fortgeführt und das Unternehmen entwickelte sich anschließend durch das Erweitern der eigenen Geräte um Spanntechnik-Geräte mit numerischer Steuerung weiter. So konnten Maschinen, die auch mit mechanischen Teilen ausgestattet sind, oder für einige Unternehmen sogar vollständige Maschinen hergestellt werden.

Im Jahr 1998 produzierte das Unternehmen GG Macchine (das nun auf Gherardo Gherardi umbenannt wurde) den ersten Horizontalwickler für ein lokales Unternehmen, das Erdesäcke herstellt. Das Einfüllen von Erde in Säcke ist ein Bereich, in dem Maschinen besonders beansprucht werden. Aus diesem Grund wird die mechanische Resistenz des Produkts dabei sofort auf die Probe gestellt.

Dieses Unternehmen trug den Namen SOPRAM und existiert nun schon seit einigen Jahren nicht mehr. Die Maschine wurde allerdings von einem Konkurrenten übernommen und auf ihr wird bis heute gearbeitet.

Das Unternehmen arbeitete für einige weitere Jahre auf Rechnung Dritter und begann damit, einen eigenen Markt im Bereich Horizontalwickler aufzubauen, indem an den wichtigsten Messen des Verpackungssektors wie Interpack, Ipack Ima usw. teilgenommen wurde.

  • Im Jahr 2005 kam die Unternehmensführung zum Entschluss, nicht mehr auf Rechnung Dritter zu arbeiten. So widmete sich das Unternehmen vollkommen und ausschließlich der Konstruktion und dem Verkauf von Horizontalwicklern für Dehnfolie und wurde zu einem der wichtigsten spezialisierten Unternehmen des Sektors.

  • G.G. Macchine - Horizontal Wickelmaschinen
  • Der Unternehmensname wurde mehrmals geändert: GG Macchine di Gherardo Gherardi, GG Macchine di Tiziano Gherardi und GG Macchine s.r.l. im Jahr 2011.

Vom Jahr 1998 bis heute hat das Unternehmen mehr als 1.000 Horizontalwickler produziert, die sich am Markt durch ihre Robustheit und Qualität sowie durch ihre einfache Funktionsweise auszeichnen. Dank der Studien, der Projektentwicklung und der internen Produktion der Maschinen konnten diese in ganz unterschiedlichen Marktsegmenten positioniert werden.

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